Schutzmassnahmen

In der Schweiz und in anderen Ländern gibt es viele Bemühungen, den Lebensraum des Weißstorchs zu verbessern. Das geschieht auf verschiedenen Ebenen:

  • Verbesserung des Lebensraums (Habitatverbesserungen)
  • Bereitstellung von Nistmöglichkeiten und die Schaffung von Rastplätzen
  • Forschung, die hilft, die Lebensbedingungen des Storches besser zu erkennen und wirksame Massnahmen zum Schutz zu ergreifen
  • Kooperationen und internationale Zusammenarbeit im Naturschutz,
  • Abschaffung von Gefahrenquellen (z.B. Massnahmen zur Vermeidung von Kollisionen mit Freileitungen und Stromschlägen) 
  • Aufklärung der Bevölkerung und die Förderung der Toleranz gegenüber dem Storch
  • Die Ausweisung von geeigneten Lebensräumen als Naturschutzgebiet

 

Beispiele für die Verbesserung des Lebensraums:

  • die Anlage von Tümpeln und Kleingewässern
  • das periodische Überschwemmen von Wiesen,
  • Extensivierungen von Grünland (Weide- und Ackerland  werden weniger intensiv genutzt),
  • Grabenaufweitungen und Bachrenaturierungen
  • Entfernen von Büschen (verbuschte Landschaften entstehen, wenn z.B. eine Wiese nicht mehr gemäht oder regelmäßig beweidet wird. Störche brauchen offene Flächen, die durch eine extensive, die Tier- und Pflanzenwelt schonende Landwirtschaft entstehen). 


https://www.youtube.com/watch?v=0ybQai2iL3A


Bereitstellen von Nistmöglichkeiten

Kinder probieren schon mal die Reisigringe für die neuen Storchenhorste aus.
Die Bereitstellung von Nistmöglichkeiten stellt neben der Verbesserung des Lebensraums eine wichtige Aufgabe des Weissstorchschutzes dar. Ältere Horste fallen oft Sanierungsarbeiten an Gebäuden und Schornsteinen zum Opfer. Manchmal drängen die Energieversorger auf die Entfernung von Storchenhorsten auf Mittelspannungsmasten, so dass Ersatznisthilfen geschaffen werden müssen.

Dadurch kann man auch fördern, dass Störche in Gebieten brüten, die bislang noch nicht vom Storch besiedelt waren. Mitunter finden sich Jungstörche ein, die im Umfeld eines neuen Horstplatzes übersommern und auf der Nisthilfe übernachten. 

Manchmal werden die Nisthilfen mitten in Nahrungsflächen gestellt, um die Distanz zwischen dem Nest und dem Nahrungsgebiet zu verkürzen.

(Quelle: Storchenwiesen und -weiden, BUND, Autor: Franz Beer, 2006).

 

 

 

Wiesenmahd

Fast überall ist jetzt das Gras hoch gewachsen und dicht. Kaum noch Chancen für Störche, darin Futter zu finden. Glücklicherweise gibt es einzelne Landwirte, die ihre Wiesen nicht erst am 15. Juni mähen. Solche Flächen sind äußerst rar und werden gleich von mehreren Störchen auch aus weiterer Umgebung angenommen, wie heute auf dieser Schafkoppel in den Queichwiesen bei Landau.
Heute wurden noch weitere Wiesen gemäht, so dass sich die Situation etwas entspannt.

Der Storch im unteren Foto hat ein größeres Beutetier erwischt, vielleicht ein Maulwurf oder eine Schermaus. Die futterneidischen Artgenossen versuchen es ihm abzujagen. Sie hatten aber keinen Erfolg damit
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Aktualisiert am: 13.06.2019


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