Aktualisirt am:

20.08.2021




Überwinterer


... sind meist Gaststörche


Normalerweise fliegen Störche im Winter nach Afrika. Doch immer mehr Zugvögel bleiben in Europa, etwa in Spanien. Und manche sparen sich den Flug in den Süden mittlerweile ganz.


Viele Störche kehren in diesem Jahr früher als sonst aus den Winterquartieren nach Deutschland zurück. Seit zwei Wochen werden regelmäßig Rückkehrer gemeldet, sagte der Storchenexperte des Naturschutzbundes (Nabu), Kai-Michael Thomsen.


Nach Angaben von Storchenbetreuern in Rheinland-Pfalz klappern schon die ersten Störche auf den Nestern, ebenso in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Mecklenburg-Vorpommern wurde der erste zurückgekehrte Storch schon am 2. Februar gesichtet. "Bei den Westziehern haben wir den Eindruck, dass sie gut eine Woche früher zurückkommen", sagte Thomsen. Das Naturschutzinstitut in Sachsen sprach sogar von vier Wochen.



Störche passen ihre Strategien veränderten Bedingungen an


Durch die deutsche Weißstorch-Population geht ein Riss: In den westlichen Ländern inklusive Sachsen-Anhalt und Thüringen überwiegen die Störche, die auf der westlichen Route über Frankreich nach Süden fliegen. Im Osten überwiegen die Ostzieher, die auf der Balkanroute über den Bosporus nach Afrika gelangen. Dazwischen, wie in Schleswig-Holstein und Westmecklenburg, halten sich Ost- und Westzieher die Waage, wie der Biologe am Michael-Otto-Institut des Nabu in Bergenhusen (Schleswig-Holstein) sagte.


Die Störche passen ihre Strategien veränderten Bedingungen an. So verzichten viele Westzieher seit 20 bis 30 Jahren auf den Flug über das Mittelmeer nach Afrika. Das liege nicht am Klimawandel, sondern am Nahrungsangebot, erklärte Thomsen.


In Spanien gebe es noch große, offene Mülldeponien mit organischen Abfällen sowie Reisfelder, wo die Störche Krebse finden. Sie müssen nicht viel fliegen, um zu fressen, und kehren gut genährt in die Brutreviere zurück. Dort sind sie mindestens einen Monat vor den Ostziehern, deren Rückkehr sich von Mitte März bis Anfang Mai hinziehen kann.

Hunderte Vögel überwintern in Deutschland

Eine weitere Strategie von Störchen und Kranichen ist das Überwintern im Brutgebiet. "In diesem Winter klappt das ganz gut", so Thomsen. Er schätzt, dass sich diesmal bundesweit einige Hundert Störche den Zug erspart haben. "Das ist Evolution." Einige Tiere probierten es aus, und wenn es funktioniere, werde das in die nächsten Generationen getragen und zum Erfolgsmodell.


In Thüringen verbrachten nach Nabu-Angaben vier oder fünf Störche den ganzen Winter im Werratal. Im Kreis Groß-Gerau in Hessen seien sogar 150 bis 200 Störche über den Winter dageblieben. Die Überwinterer versuchten häufig, in Tierparks oder Vogelpflegestationen an Futter zu gelangen. Der früh nach Belitz im Landkreis Rostock zurückgekehrte Storch wurde bereits auf dem Acker bei der Suche nach Mäusen und Regenwürmern beobachtet.


Quelle: dpa

Warum überwintern manche Störche in Deutschland?

Gelegentlich werden Störche verletzt oder Jungstörche fallen aus dem Nest und müssen vom Menschen gepflegt werden. Haben solche Störche einmal einen Winter in Deutschland verbracht, so erlischt ihr Zugtrieb und sie ziehen nicht mehr zusammen mit ihren Artgenossen nach Süden.


Es kommt aber auch gelegentlich vor, dass eigentlich gesunde Störche nicht mit ihren Artgenossen in den Süden ziehen. Die Gründe dafür sind noch weitgehend ungeklärt.  
 

 

 

Was fressen Störche im Winter?

In den Überwinterungsgebieten ernähren sich Weißstörche ähnlich wie in ihren Brutgebieten. Auf dem vielfältigen Speisenplan stehen Insekten wie der Luzernenkäfer oder die Larve des Afrikanischen Herrwurms sowie Fische, Lurche und Mäuse. Leider fressen viele Störche auch immer wieder durch Pestizide vergiftete Wanderheuschrecken und verenden daran.   


Müssen Störche, die in Deutschland überwintern, gefüttert werden?


 Eigentlich nicht!

In der Regel kommen Störche sehr gut mit der kalten Witterung klar, und sind auch noch in der Lage genügend Futter zu finden. Zufüttern sollte man nur dann, wenn Bodenfrost und eine geschlossene Schneedecke die Nahrungssuche unmöglich machen. Am besten wendet man sich aber in einem solchen Fall an einen Weißstorchenbetreuer oder ein Storchenzentrum.

 


Land erlaubt Fütterung von Störchen

Das Land will die Fütterung von wilden Störchen erlauben, Tierschützer gehen dagegen auf die Barrikaden. Es gehe nur um eine statistische Kosmetik.


http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Land-erlaubt-Fuetterung-von-Stoerchen

 

 



 





 

Schweizer Storch

 























































































 

 

 

 


























































 

 

 













 

 


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