Storchenrettung Landkreis Northeim Salzderhelden 2023
Am Montag, den 10.07.2023 erreichte mich ein Telefonanruf vom Storchenbeauftragten Georg Fiedler sowie eine Email der Dachdeckerfirma Stahlmann aus Salzderhelden.
Auf dem Grundstück der Dachdeckerfirma wurde ein humpelnder Storch aufgefunden, der wohl bei dem stürmischen Wetter der Vortage, evtl. bei Flugübungen aus dem nahen Storchennest, einem Gittermast der DB, herausgeweht wurde.
Bei Ankunft stellte ich bereits fest, dass der noch nicht flügge Jungstorch sehr zutraulich war und sich leicht einfangen ließ. Ich konnte mich dem Storch bis auf ca. 1 Meter nähern. Hilfsmittel war eine Decke, die ich vorsichtig über ihn legte und seinen Körper darin einwickelte.
Bereits vorort stellte ich fest, dass er sehr an Untergewicht litt.
Ich nahm ihn mit nach Hause, wo ich ihn erstmal in einem Abstellraum unterbrachte und mit Wasser versorgte, damit er nicht dehydriert. Sodann nahm ich Kontakt mit div. Storchenstationen auf, um ihn bestmöglich versorgen zu lassen.
Meine Entscheidung fiel dann auf die Storchenstation Wabern von Andrea Krüger-Wiegand, mit der ich bereits in Vorjahren gute Erfahrungen machte.
Gegen Abend kam er dort an und wurde weiter untersucht und versorgt.
Ein anfänglicher Verdacht, dass ein Bein gebrochen war stellte sich als nichtig heraus. Auffallend war aber, dass die nach hinten zeigende Zehe an einem Fuss nach vorn zeigte und er neben sehr viel Federlingen auch an Unterernährung litt.
In der Storchenstation-Wabern wurde dafür gesorgt, dass nicht dehydriert und erste Federlinge wurden aus seinem Gefieder ausgebürstet. Schon nach kurzer Zeit nahm er Nahrung zu sich. Die ersten beiden Tage stand er unter ständiger Beobachtung, wurde dann aber zu anderen Jungstörchen seines Alters in ein Nest gesetzt.
Mittlerweile hat er an Gewicht zugenommen und fühlt sich sehr wohl.
Wenn alle im Nest flügge sind, werden sie zeitnah ausgewildert.
Vielen Dank an Andrea, die mir auf halber Strecke in Göttingen entgegenkam.
Storchenrettung Landkreis Northeim Salzderhelden 2026
Der ergriffene Storch hatte beidseits einen Trümmerbruch und wurde nach Hildegunde Steffens, Bad Ganderheim verbracht. Nach eingehender Untersuchung durch einen Tierarzt wurde er auf Anraten eingeschläfert.