Wodurch sind Störche bedroht?

 

Wo Störche leben, ist der Lebensraum noch in Ordnung.  

Hier erfolgt die landwirtschaftliche Nutzung noch immer so, dass Tier- und Pflanzenarten überleben können. Ein üppiges Nahrungsangebot aus Heuschrecken, Eidechsen und anderen Beutetieren vorhanden ist.

Doch vor allem die veränderte Landnutzung, bedroht den Weißstorch. Großflächige Weiden werden immer unrentabler und in Ackerland umgewandelt mit der Folge, dass ein Großteil dieser wertvollen Storchenlebensräume nach und nach verloren geht.  

Offenes, feuchtes Grasland, das heißt traditionell bewirtschaftete, extensiv genutzte Feuchte Wiesen und Weiden werden immer weniger. Heute werden die Wiesen meist zum falschen Zeitpunkt oder zu oft im Jahr gemäht. Fröschen, Eidechsen, Mäusen und Maulwürfen werden vertrieben und damit dem Storch die Lebensgrundlage genommen.

 

 

Nahrungsmangel / Monokultur

 

Es muss mit einer dramatischen Abnahme der Tiere gerechnet werden." Es fehlt schlicht die Nahrung, wenn es durch den Klimawandel immer trockener werde. Außerdem verschwinden immer mehr Wiesen und Weiden und auf den mit Monokulturen bewirtschafteten Flächen könnten Adebare nicht mehr die Vielfalt an Nahrung finden, die sie brauchen - von der Maus bis zur Heuschrecke.

 

Henrik Watzke, Leiter des Naturschutzzentrums Storchenschmiede im brandenburgischen Linum, malt das Szenario noch düsterer: "Wenn die schlimmsten Prognosen eintreffen, könnten zumindest die Weißstörche, die über die Ostroute nach Deutschland kommen, in 50 bis 80 Jahren als ausgestorben gelten." Kaatz, der auch Geschäftsführer des Storchenhofs Loburg in Sachsen-Anhalt ist, glaubt das zwar nicht, aber: "Die Entwicklung ist nicht rosig."

 

In diesem Jahr dürften nach Einschätzung von Ludwig in Brandenburg etwa 40 Prozent der Horstpaare ohne Nachwuchs sein. "Die Störche fanden bei der Trockenheit im April nicht ausreichend Regenwürmer, die sich tief in den Boden vergraben hatten. Deswegen legten sie - wenn überhaupt - wenige Eier." Im Mai/Juni war es dann so kalt, dass die Insekten zum Füttern des Nachwuchses fehlten. "Viele Jungvögel verhungerten."

 

Im Europäischen Storchendorf Rühstädt in Brandenburg starben alle vier Küken auf dem Besucherzentrum bei Horstkämpfen von Altvögeln. Andernorts starben Junge kläglich, weil, so schildert Horst Reschke vom Aktionsbündnis "Rettet die Weißstörche", ihre Eltern in der Not "Futter" von einer Mülldeponie holten: "Wir haben verendeten Küken die Mägen aufgeschnitten und darin Gummibänder oder Silikon gefunden."

 


 

Hochspannungsleitungen 

 

Beim Weißstorch sind Unfälle an Hochspannungs-Freileitungen die häufigste Todesursache. Durch Kollision mit Stromleitungen werden etwa 16%  schwer verletzt oder getötet. Etwa 84 % werden durch Stromschlag getötet. 


Berührt ein Vogel zwei Drähte einer elektrischen Freileitung, die unterschiedliche Spannungen führen, kommt es zum Stromfluss durch seinen Körper und schwerste Verbrennungen und Lähmungen führen dann zum Tode.

 

 

 

 

Trotz eingebauter Distanzstücke (Kettenverlängerung) und Andreaskreuzen verunfallte der Storch indem er einen Erdschluss einleitete 

 

Die Büschelabweiser stellen keinen Schutz dar. Der Storch setzte sich dazwischen und leitete einen Erdschluss ein.  

 

Die „Mastsicherung“ erfolgte in beiden Fällen nach dem nicht mehr gültigen Maßnahmeplan von 1991. Die Netzbetreiber bestehen bisher auf Bestandsschutz für diese alten, nicht mehr zulässigen Maßnahmen. Jetzt gilt die VDE-Anwendungsregel von August 2011.

 

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/stromtod/06052.html


http://www.natur.de/de/20/Todesfalle-Stromleitung,4,0,1723.html



http://www.vogelschutzwarten.de/freileitungen.htm


 

 

Windkraftanlagen


 

Tötungsmaschine "Windrad"


Kreis Herford: Storch wird von Windkraftanlage zerfetzt

Tragischer Vorfall: Das Tier ist nicht mehr zu retten und muss eingeschläfert werden

Stand 11.04.2018, 16:33 Uhr 



https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22110044_Storch-wird-von-Windkraftanlage-zerfetzt.html 


 


Straßenverkehr

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/stoerche-am-strassenrand-tod-beim-landeanflug/12165792.html

 

In manchen Gegenden fliegen Störche sehr tief. Das hat verschiedene Gründe.

 

 

Um Störche vor einen Zusammenstoß mit Kraftfahrtzeugen zu schützen, bzw. Kraftfahrer auf dieses hinzuweisen, sind verschiedene Zeichen im Umlauf und günstig im Handel zu beziehen.

 

Zwecks Genehmigung und Aufstellung muß man sich mit der Straßenverkehrsbehörde, dem Straßenbauamt oder dem Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde in Verbindung setzen.  

 

Bitte beachten Sie diese Schilder und halten sich an die Vorgaben.

 

 

 

LANDMASCHINEN

 

 

 

 

 

Bindegarne und Schnüre 

 

 

 

Pestizide

Immer wieder sterben Störche und

besonders Jungstörche, weil die Insekten (Hauptbestandteil ihrer  Nahrung) mit Pestiziden (Pflanzenschutz- und Schädlings-bekämpfungsmittel) vergiftet waren.

 

 

Waschbären

 

 

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/waschbaer-marderhund-mink-bedrohen-heimische-tiere-a-1019632.html  

 

 

 

Gabelweihen

 

 

 

 

Kolkraben

Während der Brutzeit in Europa müssen sie ihr Gelege vor Eierräubern schützen  und später die Jungstörche  beschützen, wenn Fremdstörche das Nest angreifen. Häufig attackieren auch Krähen das Nest,  wenn sie ihr eigenes Nest mit Jungtieren in unmittelbarer Nähe haben.

 

 

 

 

 

Feuerwerk 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
















 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




















 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 









































 

 




Aktualisiert am: 14.05.2019


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